(Hardrock/Deathrock) „It’s Getting Wild!“ – Vier Jungs aus Leipzig – darunter zwei Deathrite Dudes – haben ne Band namens WAYWARD, die klingt wie die heiligen MOTÖRHEAD 1979, als sie nämlich noch nicht heiliggesprochen waren, sondern alles sorglos in Grund und Boden gerockt haben. Nicht, weil sie es mussten, sondern weil sie es konnten! Ziemlich cooler Street Rock mit Rotz-Attitüde – wer Fast Eddie Clarke vermisst, wird an diesen Gitarrenriffs seine helle Freude haben! Generell ist man als Hard Rock Freund oder Fan der NWOBHM hier genau richtig, als weitere Referenz müsste man noch die MERCYFUL FATE-Vorgängerband BRATS anführen: dieses ganz gewisse Feeling, als die Grenzen zwischen Punk und Metal noch nicht so genau abgesteckt waren wie ein Schrebergarten. GIRLSCHOOL, ganz frühe JUDAS PRIEST, TANK, das ist die Ecke, in der WAYWARD sich aufhalten, abgucken und Bier trinken, und damit ist die Scheibe vollkommen frei von modernen Einflüssen, ROCK schreibt man mit großen Buchstaben und nicht mit Glitzer und ich mach mir jetzt endlich ein Bier auf und lass mir die Haare wieder wachsen. Weil ich es kann!

Anspieltipps: „She Is The Devil“, „Alchemy of Poison“ oder „The Ripper“ (!), aber einzelne Songs hier hervorzuheben ist eigentlich Unsinn. Geile Platte!

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